Liebe Altonaer BürgerInnen!

Seit fast zehn Jahren kämpfen wir für den Erhalt
unserer historischen Häuser an der Elbtreppe. Jahre
des politischen Hickhacks und zahlreicher Hinhaltemanöver
unseres Vermieters SAGA haben uns nicht
kleingekriegt.
Doch nun hat die SAGA neue Pläne vorgelegt: Vier
von sechs Häusern sollen abgerissen werden, um
Platz für zwei Wohntürme zu schaffen. Diesem hat
die Koalition aus CDU und GAL in Altona weitestgehend
zugestimmt.
Wir kämpfen weiter! Doch diesmal brauchen wir
Eure Unterstützung. Helft uns, das städtebaulich
einmalige Ensemble der Elbtreppenhäuser zu retten:
GEBT UNS EURE UNTERSCHRIFT FÜR DAS
BÜRGERBEGEHREN „RETTET DIE ELBTREPPE!“


Warum ein Bürgerbegehren?

Ein Bürgerbegehren ist unsere letzte Chance, die

Elbtreppenhäuser zu retten. Denn obwohl die
Bürgerschaft im Jahr 2000 die Schutzwürdigkeit des
Ensembles per Gesetz verbindlich festgestellt hat, ist
nicht das Geringste für den Erhalt der Häuser
unternommen worden. Im Gegenteil: nun sollen sie
weiteren glitzernden Neubauten am Elbufer weichen.
Das wollen wir verhindern!


Was ist ein Bürgerbegehren?

Das Bürgerbegehren ist ein Instrument der direkten
Demokratie auf kommunaler Ebene. Es zielt darauf ab,
einen Bürgerentscheid herbeizuführen, der politische
Weichenstellungen erzwingt. Für ein erfolgreiches
Bürgerbegehren müssen drei Prozent aller
wahlberechtigten BürgerInnen in einem Wahlbezirk
unterschreiben – in unserem Fall rund 5800 Unterschriften
von Erwachsenen, die in Altona gemeldet sind.


Chronologie der Elbtreppenhäuser

Ca. 1740 - 1888 Bau der jetzigen Elbtreppenhäuser

1994 Seit 1994 fordern wir Mieter die Sanierung der
Gebäude . Die SAGA verspricht stets baldige
Abhilfe. Nichts geschieht.
2000 Die Bürgerschaft beschließt – auch mit den
Stimmen von CDU und GAL – einen
Bebauungsplan für das Flurstück Elbtreppe.
Dabei stellt sie die Schutzwürdigkeit des
Ensembles Elbtreppe verbindlich fest:
„Die um 1850 erbaute „Heuburg“ bildet (…) ein
städtebaulich einzigartiges Ensemble ...“
„(...) die 'Heuburg' wird aus Gründen des Milieuschutzes
mit einem Erhaltungsgebot belegt.“
2001 Wir Mieter erfahren von den Abrissabsichten der
SAGA. Wir gründen die Mieterinitiative
Elbtreppe.
2005 Die SAGA präsentiert uns ihre Abriss- und
Neubaupläne. Die Nettokaltmiete in den Neubauten
soll circa 15 Euro pro m² betragen. Die
Mieterinitiative protestiert öffentlich und
erhält breite Zustimmung aus der Bevölkerung.
2006 Unterstützt von der Lawaetz Stiftung, entwickeln
wir ein Konzept für den Erhalt des Ensembles.
Die SAGA, sowie CDU und GAL in Altona
lehnen es ab.
2008 CDU und GAL streben laut Koalitionsvertrag zur
Bürgerschaft eine „mieterfreundliche Lösung“ an.
2009 Der unabhängige Denkmalschutzgutachter Dr.
Geerd Dahms stellt die Denkmalschutzwürdigkeit
des gesamten Ensembles fest. Das Denkmalschutzamt
Hamburg erkennt nur zwei Häuser an –
ausgerechnet die beiden die von den Abrissplänen der
SAGA ohnehin nicht betroffen sind.
2010 Die Bezirksversammlung Altona befürwortet im
Februar einstimmig den Erhalt aller Elbtreppenhäuser.
Im August stellt die SAGA den Altonaer
Bezirkspolitikern neue Pläne vor: Abriss von vier
Häusern, Neubau von zwei Wohntürmen. CDU
und GAL stimmen weitestgehend zu. SPD, Linke und FDP sprechen sich für den Erhalt des gesamten Ensembles aus.


Wer sind wir?


Wir, die Initiatoren des Bürgerbegehrens, sind langjährige Mieter der Elbtreppenhäuser.

Nach Gründung unserer Mieterinitiative in 2001 haben
Anwohner, Politiker, Freunde, Behördenmitarbeiter und
Elbspaziergänger uns in zahllosen Gesprächen ermutigt,
unser Engagement fortzusetzen. Auch sie finden, dass
die Politiker die Erhaltung der Elbtreppenhäuser, die sie
zehn Jahren selbst beschlossen haben, endlich durchsetzen
sollten. Denn diese Gebäude sind nicht nur unsere Heimat, sie sind auch ein Teil historische Hamburg-Architektur, den es zu erhalten gilt. Deshalb fordern wir die verantwortlichen Politiker auf:
Rettet die Elbtreppenhäuser